ausbitten

vgl. ausbieten
I etwas erbitten
I 1 allgemein
I 2 um die Belehnung nachsuchen
  • von wegen etzlicher jarrent, so die von der Sittaw in die konigliche cammer solden vorsessen sein, vnd dieselbigen gnanter her P. ausgebeten
    1512 GörlitzRatsAnn. I/II 234 [hierher?] Faksimile
  • wan aber lehen vorledigt und uns heymgefallen angefelle ausgebetten wollen werden
    1548 Sachsen/Kern,HofO. II 40
  • die güter so si ... bei der kai. m. ausgebeten
    1550 Sachsen/Druffel-Brandi I 548 Faksimile
  • ausgebeten lehn. ausbitten eines guthes, einer anwartschafft
    1738 Hayme 24 Faksimile
I 3 zur Braut werben
II losbitten
  • wir ... wollen ... alle poenfelle, so sich zu leib und gutt strecken, ... bei uns niemands ausbitten lassen
    1610 Prag/CDSiles. 27 S. 249
  • eintzige straff oder poenfall außbitten
    1627 CJBohem. V 2 S. 73 Faksimile
II – reflexiv: austreten aus einer Genossenschaft
  • wenn (ein bruder) sich ausbittet zahlet er nichts
    1761 SiebbWB. I 307
III reflexiv: sich etwas verbitten
  • die jagdbarkeit gehöre ihnen zu; weshalb sie die publikation des landvogts der jagdbarkeit halber sich ausgebeten haben
    1743 SchweizId. IV 1853 Faksimile