ausbrechen

I transitiv: etwas mit Gewalt herausbrechen
I 1 die Augen ausbrechen blenden
I 2 (Grenzsteine) herausreißen
I 3 (einen Weg) durchbrechen
  • ob ainer weeg, steeg, strossen durch die zeün oder anderer orthen ... machte und auspräch
    16. Jh. ÖW. VI 239 Faksimile
I 4 im Kleinen verkaufen
  • coopliede, die dat ghemeen goet valschen met vermenghinghe ende wtbreken met onrechter wichte ende mate
    oJ. MnlWB. VIII 878
I 5 ausleihen einzelner im Hofverband verbleibender Parzellen
II intransitiv
II 1 sich gewaltsam befreien
II 2 von Wasserläufen: über die Ufer treten
  • daz floß Wierborn daz sol man leyden ane schaden in den Glan; uber wen iz ußbrychet, der sal den herrn von dem berge iren schaden keren
    1387 ArchHessG.² 3 (1904) 147
  • 18. Jh. ÖW. VI 278 Faksimile
II 3 plötzlich entstehen
  • über dem aber, dass ... der maler darumb bey im ungestüm angehalten ..., ist diese böse that aussbrochen
    1601 Wendunm. II 456
II 4 ruchbar werden
  • da ist es ausgebrochen und hat sie [die Hexe] ihren verdienten lohn empfangen
    1658 SchweizId. V 333 Faksimile
II 5 ruchbar werden lassen?
  • wer iz sache, daz sich knechte ... in deme hoefe slugen, ..., sunent sie sich selber, so synt sie nyman schuldig; brechent sie uss und klagen dem faude, so sollent sie die besserung geben
    1387 Glanodernheim/ArchHessG.² 3 (1904) 147
III belangen?
  • zu recht stehen, wie hoch und warumb sie dieselbigen umb ihren empfangenen schaden aussbrechen würden, den ihnen zu erstatten
    1601 Wendunm. II 92