ausnehmen

mnd., mnl. ut(h)(e)nemen; hd. Nebenformen -nemmen, -nemin, -nemben; Part. utgenamen, -noemt, -nom(b)en
A wörtlich
A I herausnehmen
A II Vogelnester ausnehmen
B übertragen
B I mit persönlichem Objekt
B I 1
B I 1 a Truppen ausheben
B I 1 b jemanden an verdächtigem Orte verhaften
B I 2 befreien
B I 2 a
B I 2 b eximieren
  • geistlich leben ... si uzgenomen von werltlichem gerihte
    1264 DOrdStat. 30
  • von solcher unser ordnung ... weder außgenommen noch befreyt
    1614 Kern,HofO. II 147
B I 2 c ausschließen
B I 3 jemanden wählen
B I 4 ablehnen
  • wil sein widersache wider eczlichen derselben [geczewgen] awsnemen oder eczlihen verwerffen
    1400 IglauOberhof 229 Faksimile
B II reflexiv
B II 1 sich unterscheiden, hervorragen
B II 2 sich durch Eid reinigen
B II 3 sich loskaufen
  • der schuldec man, der sich wol uz nemen kan
    oJ. Hartm.,Kl. 502
B II 4 sich ausschließen
B III mit sachlichem Objekt
B III 1
B III 1 a Geld erheben
B III 1 b Gut borgen
B III 1 b – Waren auf Kredit nehmen
B III 1 c Pfänder lösen
B III 2 absondern
B III 2 a sich ein Recht, eine Verpflichtung ausbedingen
B III 2 a – ein Ausgedinge bestimmen
B III 2 a –
B III 2 b ausdrücklich bestimmen, festsetzen
B III 2 b – einen Rechtstag bestimmen
B III 2 c Land abgrenzen
B III 2 d ausschließen
B III 2 e zum Kauf aussuchen
B IV substantiviert: Vorteil, Nutzen, Wohl