auswerfen

fries. utwarpa; mnd. ut(h)werpen; hd. Nebenform (a)us(s)werf(f)en
I mit sachlichem Objekt
I 1 etwas hinauswerfen
I 1 – und beiseitebringen
  • kein scheit noch stempel auswerfen
    1553 FerdBO. 126
I 2 Grenzzeichen ausgraben, beseitigen
I 3 Geld
I 3 a unter das Volk werfen
I 3 b ausgeben, zur Ausgabe bringen
I 3 c neue Münzen in Umlauf bringen
  • swenne di munzmeistere von erst nuwe pfenninge uzwerfen, so sullen si di alden verbieten lazen
    oJ. FreibergUB. III 132 Faksimile
I 3 d wie auswägen (II):
I 4
I 4 a zur Allmende ausgeben
  • das ingeschlagen [soll] widerumb zů almend wider ußgeworfen werden
    1548 ZSchweizR. 9 (1861) RQ. 55 Faksimile
I 4 b bisher eingedeichtes Land der Flut preisgeben
  • daß außgeworffen und außgespaͤtet land kein landgeld solle geben
    1690 Hackmann 13
I 5
I 6 Zähne ausschlagen
I 7 entmannen
I 8 anführen, anordnen
I 9 ausschwätzen
  • soll ... niemant nicht zurütten noch fueterrtragen waß außgeworfen wierdt
    16. Jh. ÖW. VI 266 Faksimile
II mit persönlichem Objekt
II 1 wörtlich
  • den zehentner mit ainer raichgappl dur das gippl auswerfen
    16. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 39 Faksimile
II 2 ausweisen, ausstoßen
II 3 aus der Gewere ausweisen
II 4 reflexiv: wie sich aufwerfen