bedienen

I etwas bedienen, verwalten, dienen
I 1 ein Amt (Gut) verwalten
  • alle officien, als amtmann, scholtheis en borgermeister scheepen etc. bedient
    1377 NrhAnn. 39 (1883) 37 Anm. 1
  • wan nun einer jehrlich scheffen u. schworenschaft bedienet
    1583 HadelnLR.(Pufendorf) IV 2
  • so sollen jährlich vor der ratswahl die amptsherrn des rahts ihres bedienten amptes ... vor dem ... rathe ... gebührende rechnungen ablegen
    1592 MünsterPolO. 1 Faksimile
  • es seind ... die von Sawnau ... mit dem erbundermarschalkambt begabet ... und sie es auch vil uber hundert jahr hero also wirklich bedient
    1599 AktGegenref.² I 524
  • daß er rittmaisters, oder hauptmanns befelch ... ein oder mehr mahl bedient, so soll ihme für jedesmahl, daß er solche befelch bedient, ein jahr an der residenz abgereithet werden
    DOrdStat. (1606/1740) 116 Faksimile
  • es haben auch die erbembter ihre erbambter bedient
    1631 SteirGBl. 1 (1880) 231 Faksimile
  • welchen hof ... ein hoffmann jerlich bedindt
    17. Jh. Godramstein/Wasserschleben,RQ. 274 Faksimile
  • dat recht bedenen
    oJ. Lasch-Borchling I 161
  • dat rijke lant sult gij bedienen u leven lang
    oJ. MnlWB. I 641 Faksimile
  • Schlüter,WestfProvR. I 118 Faksimile
I 2 in einem Dienstverhältnis stehen
II etwas anwenden; reflexiv mit Genitiv der Sache
  • damit dero zunft sich bester gestalt bedienen
    1653 MünsterGew. 289 Faksimile
  • sich der sämbfahrt bedienen
    1677 ÖW. I 65 Faksimile
  • hierauf haben ... grafen von Hardeck sich der ihren besitzenden reichs graffschaften ... zukommenden praerogativen ... bedienet
    1727 Hoheneck I 295 Faksimile
  • überhaupt kann der berechtigte ... sich des einwandes ... in der folge nicht mehr bedienen
    1794 PreußALR. I 5 § 245
II – etwas sich aneignen
II – weitere Bedeutungen bei Stallaert I 132