getrösten

I jemandem etwas garantieren; ihn über etwas beruhigen, sichern
  • daz ... der H. von R. die ... J.F. und ir nachkomen vor mir offenlich in gericht dez getrostet hat, daz die ... K.V. und C. ... dise verzihung ... stete hand
    1354 BadenArgUrk. I 31 Faksimile
  • dat hy by die vercopinghe sal moeten getroest wesen, of yemandt quame met eenighe ouderen of beteren brieven, om die dan te verantwoerden met recht
    1497 Fruin,Dordrecht I 140 Faksimile
II reflexiv
II 1 sich schützen, bewahren
  • sik scaden getrosten, die ime dar an bejegenen mach
    1224/35 (Hs. 1369) SspLR. I 69 § 1
  • 1514 Eschi 87 Faksimile
II 2 darauf verzichten, preisgeben
II 3 etwas (zur eigenen Zufriedenheit) gebrauchen, sich darauf berufen
  • sich derselben [vertragsbrief] wyters weder in noch usserthalb rechtens nit getrösten
    1559 ZürichOffn. I 295 Faksimile
  • das inhalt des 11ten artikels her C. als in bistumb sicherheit und pass haben, das thut er sich ohn das vermoge der reychsabschidt und religion fridstands gentzlichen getrosten und undertheniglichen versehen
    1568 ArchRefG. 8 (1910/11) 314
  • das si sich sölicher ordnung getrösten, gebruchen, behelfen
    oJ. Niedersimmental 68 Faksimile
II 4 sich versehen einer Sache, sich darauf vorbereiten
  • alle dorfrichter sollen neben ihren zuegebenen geschwornen im jahr wenigist viermahl und zu solchen zeiten daß manß sichß nicht getröst von hauß zu hauß umbgehen, die feurstött und pachöffen besüchtigen
    1671 ÖW. IX 129 Faksimile
II 5
  • jenne unfridtliche mann- und weibspersohnen die sich ihres villredens getrosten ["die übrige Worte machen, kecke, aufreizende Reden führen"]
    1701 NÖsterr./ÖW. VIII 856 Faksimile