Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Raubbiene

Raubbiene

, f.

Biene, die im Schwarm über andere Bienenvölker herfällt und den Bienenstock zerstört; das Halten solcher Bienen wird zT. als Zauberei oder Hexerei angesehen, zT. als Diebstahl verfolgt
  • so sind auch raubbienen, die kein ehrlicher redlicher man zeuget oder helt, vnd werden solche leute, die sie zeugen vnd halten, von der obrigkeit als diebe billich gestrafft
    1598 Colerus,Oec. IV Ppp ijr
  • frage. ob die raub-immen ihrem herrn ... vortheil braͤchten, und also mit fleiß zum raube praͤparirt wuͤrden? respons. ... ein guter imker verlange keine raubbienen zu haben, und wuͤßten sie nicht, daß immen zu solcher art koͤnnten praͤparirt werden
    1799 Hagemann,PractErört. II 113
  • wenn jemand durch sogenannte raubbienen ... den bienen eines andern vorsaͤtzlich schaden zufuͤget, ... so kann er ... mit einer willkuͤhrlichen strafe belegt werden
    1799 RepRecht IV 137
  • sind alle raubbienen als ein schädliches diebstücke schlechterdings abzuschaffen
    18. Jh. Domslau/SchlesDorfU. 130
unter Ausschluss der Schreibform(en):