Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): (Sin'kahle)

(Sin'kahle)

, f.

bleibende Kahlheit (als Ergebnis einer Verletzung)
  • sinkele, thr nemmer nen her uppa ne greth, tuia en and tuintech seillenga ieftha sex ethar [bleibende Kahlheit (d.h. eine Stelle), worauf nie wieder Haare wachsen, (erfordert) zweimal einundzwanzig Schillinge (als Buße) oder sechs Reinigungseide] 
    um 1300 HunsingoR. 56
  • thi wlitewlemmelsa, abel and incepta an benstal and sinkele ... iahwelic vij scillingan [die Verunstaltung des Äußern, erhöhte und vertiefte Narbe und das Festwachsen des Wundfleisches am Knochen und bleibende Kahlheit (erfordern eine Buße von) je sieben Schillingen] 
    1. Hälfte 15. Jh. FivelgoR. 92
  • [Bußtaxe:] sinkael thre scillingar [bleibende Kahlheit: drei Schillinge] 
    Mitte 15. Jh. EmsigerR. 168
  • sinkael 3 schill.
    um 1518 OstfriesLR.(Wicht) 738
  • wert emantz geslagen eder gewundet up dem hoofde, und daer en wast geen haar up, so ist sincaell 
    um 1518 OstfriesLR.(Wicht) 738 Anm.
unter Ausschluss der Schreibform(en):