Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Sod

Sod

, m., n., 2Sode, f., m.


I Brunnen, insb. Zieh-, Tiefbrunnen
  • daz si ... ein sôt uf dem guote machen solten ... da die selben bulüte und ir vehe wasser nemen zuo ir notdurften
    1331 Zürich/SchweizId. VII 318
  • dat P.A. verkofft hefft syn hus twisschen V. ... unde Z. ... mit enem gharden uppe des korten stighes orde unde mit dem halven zoden zwischen Z. unde em
    1411 AnklamStB. I 88
  • thet thet kind ach siner moder huderslan to iewane, ... alsa fir sa hiut bihut hebbe vnewlemeth ... fon fyure, fon sade, fon slate, fon wallande wetere [dass ein Kind seiner Mutter Hüterlohn geben soll, ... sofern sie es ... vor Feuer, vor dem Brunnen, vor dem Graben, vor kochendem Wasser ... unversehrt behütet habe] 
    1. Hälfte 15. Jh. FivelgoR. 60
  • dat alle de jenne de in der visstraten wonende zint van boven wente neden uppe de Travenen den soet scholen helpen holden in vorbeteringe
    1472 LübRatsurt. I 97
  • wor negst boklaget, wo unreyne und unreddelick der stadt soede myt vulen spenen und unfledicheit gemaket und geholden wurden
    1535 RevalRatsurtb. 64
  • dat alle putten ofte sooden ... mit deckselen off lidden te holden [sind]
    vor 1537 LeeuwardenStR. Art. 36
  • dath ... J. und G. tytlanck ores lebendes dat schollen unde mogen geborligen to orer nottrufft bewonen und mit den sode, vurder wege ton graven, wanner se darinne wanet, und nicht anders gebruken
    1537 OldenbUB. VIII 264
  • word ein studente imme sode gefunden im collegiium, welke was 3 dage vormisset
    um 1583 BeitrRostock 17 (1929/30) 31
  • an meiner mawer lieget ein sohd 3 manntiff ... ein gutes pertinens meines hauses, daran niemand weder e.e. raht noch nachbar interesse hat
    1650 ZLübG. 8 (1900) 31
II Siedestätte einer Saline; Salzsode 
vgl. Sodengeld
  • dat me de nyen zolen ... to den negesten tokomenden winnachten bringen scal in den olden zoed uppe de zulten to L. also, dat se dem menen zultegude to beteringe ... komen
    1388 LünebUB. III 62
  • welkere ut dem rade des jares to sodmestere koren werd, de scal wan he to dem zode swerete, ok sweren, dat he ... noch yenige kumpenye dar oppe hebben wille
    1388 LünebUB. III 63
  • sall ein jgliche soden spenden vier offen saltzes die wochen
    1459 HanauBeschr. Anh. I 142
  • wie die soden mit buwen und besserung uffgericht
    1490 ZGO. 2 (1851) 285
  • daß solche soden weiter und sonst so hart mit andere zinse beschwert, daß sie der arme muß liegen laissen und nit brauchen kan
    1547 HanauBeschr. Anh. I 145
  • E.S. und G.v.M., so auch ein soden miteinander haben, [haben] angezeigt, wie ir soden ... mangelhafftig sey, und daß sie dieselben in drien jarn auch nicht gebraucht haben, und hab er, E., sein soden-geldt bezalt biß uf ein gulden, aber er, J., hab sein geldt gar bezahlt
    1548 HanauBeschr. Anh. I 146
  • seynd der soden 33. gewesen, aber nur noch xvj. in esse, doch gefelt von den abgangenen soden das Hanawer gelt
    1566 HanauBeschr. Anh. I 148
III Siedevorgang in einer Saline
  • van den soͤden: ... in yuͤwelykem huse sind 4 pannen, unde in yuͤweliker pannen werden 13 soͤde, ... dat is uth 4 pannen 52 suͤst soltes gesaden
    17. Jh.? Staphorst,HambKG. I 4 S. 861
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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