Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): 1Sode

1Sode

, f.

auch Dim.
Rasenstück, Torfscholle
  • alle erde ende alle saden, die ter dikinghen betamen, die mach men nemen buten der dikinghen also alst scepenen redene dinck die ter dikinghen behoren
    1259/60 Flandern/CorpAltdtOrUrk. I 76
  • alle zoden muchmen nemen den diic mede te maken, daer si ligghen in dat bedriif, ende ... ne gheen zoden salmen vercopen te voren wt den graefscepe, diet doet hi sal den grave gelden x pondt
    1290 Bergh II 341
  • hwersa wha farth inna others lond and sada halat iefta claij, sa istiu bote bi enra merc [wenn jemand in des anderen Land fährt und dort Rasenstücke oder Klei holt, so beträgt die Buße eine Mark] 
    Mitte 15. Jh. EmsigerR. 132
  • huasa ... farth ynna others lond anda olther satha ieftha clay delt anda oppe thenne werff weith en merc [wenn jemand in des anderen Land fährt und dort Rasenstücke oder Klei ausgräbt und auf die (eigene) Warf fährt, (so ist die Brüche) eine Mark] 
    Mitte 15. Jh. EmsigerR. 196
  • hvasa thet lond mitha dick wel wrreke, sa gunge hi oppe then dick anda werpe thre satha inna thet ieth anda swere, thet hi then dick nawt langer muge halde; sa scellath tha sex sibbeste nime dick anda lond [wenn jemand sein Land mit dem Deich übertragen will, so gehe er auf den Deich und werfe drei Rasenstücke in das Loch (im Deich) und schwöre, dass er den Deich nicht länger unterhalten kann; dann sollen seine sechs nächsten Verwandten den Deich und das Land ... übernehmen] 
    Mitte 15. Jh. EmsigerR. 228
  • myt den sudden to meyen: solle de quakenbrugger de nicht meyen, aver den wech
    1526 OldenbUB. VIII 392
  • ein jeder, die südden edder plaggen up wehniger mehelande houwen edder stecken, sullen die neet buten den caspel vorkopen, poena ein tonne behrs
    1574 OstfriesBauerR. 123
  • dat ... he ock, wen de heren uth dem sudwesten anbruseden, dar mit staen, unnd mit soden, steken, palen, stroe, hovewerken moste
    um 1600 Neocorus,Ditm. II 431
  • de op de meelande sooden steekt, en se langer liggen laat alß een etmaal, sal de gemeene mit een daler verfallen zyn
    1684 OstfriesBauerR. 136
  • soll niemand sich unterstehen, grüne soeden oder grüne türffen zu graben in der bollemeede oder auff die heyde, ohne waß sie nöhtig sind zu ihre häusser und teich
    1712 SchleswDorfO. 133
  • schoͤten ... geschicht also: der verkaͤuffer schneidet aus der erde eine kleine runde sode, dar steckt er ein klein stoͤcklein ein, das in die hoͤhe gerichtet ist, ... vnd uͤbergibt es dem kaͤuffer
    1717 Blüting,Gl. I 145
  • die buͤrgerschaft in R. ist nicht verbunden, gewisse soden torf von jedem fuder an die wachten zu geben
    1757 CCHolsat. Nebenbd. II 1723
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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