Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): sondersäß

sondersäß

, adj.

eigenständig (wohnend); vermögensrechtl. abgeteilt
  • ist aber daz er xviii jar alt ist ald elter, so in daz erbe an erstorben ist von vatter vnd von můter, ... sol er zů dem erve sprechen inrent jares frist ob er sunder saesse ist
    Ende 14. Jh. DiessenhofenStR. 30
  • wa geswùstritt, die sundersaͤss sint vnd in landes by enander sint, welhes da das ander nach tôde vnd abgang vatter oder můter umb ainen taile nit ... anspricht mit dem rehten jnwendig dem naͤchsten jar, ... das kains dem andern darnach nit fùro haft
    1423 SGallenStB. I 104
  • wo kind sind, denen vater und mueter abgond, und nit uszgericht noch von einandern geteilt sind, si sigent bi einander oder sondersäs, das die gelich mit einander erben sond
    1475 St. Gallen (Kt.)/GrW. V 204
unter Ausschluss der Schreibform(en):